IKF - International Kobudo Federation

G�nter Painter zeigt Jujutsu- und Kobudo-Techniken G�nter Painter zeigt Jujutsu- und Kobudo-Techniken G�nter Painter zeigt Jujutsu- und Kobudo-Techniken G�nter Painter zeigt Jujutsu- und Kobudo-Techniken G�nter Painter zeigt Jujutsu- und Kobudo-Techniken G�nter Painter zeigt Jujutsu- und Kobudo-Techniken G�nter Painter zeigt Jujutsu- und Kobudo-Techniken G�nter Painter zeigt Jujutsu- und Kobudo-Techniken

Jujutsu Geschichte

JIU-JITSU
ist die sanfte Kunstfertigkeit von der Nachgiebigkeit. JIU-JITSU, ist eine waffenlose und mit dem Einsatz von Zweitwaffen ausgeführte asiatische Kampfkunst aus Japan, die von den Samurai angewandt wurde, um bei Verlust der Hauptwaffen (Schwert, Speer,Schwertlanze) weiterkämpfen, bzw. um sich verteidigen zu können. Sie wurde aber auch von nichtadligen Japanern praktiziert.

Die unterschiedlichen Schreibweisen Ju bzw. Jiu für „weich, sanft, nachgeben, ausweichen” und Jutsu bzw. Jitsu für „Technik, Kunst” haben ihren Ursprung in der Transliteration der Schriftzeichen. Ziel des JIU-JITSU ist es, einen Angreifer - ganz gleich, ob dieser unbewaffnet oder bewaffnet ist - möglichst schnell und wirksam unter Kontrolle zu bringen. JIU-JITSU bietet dazu eine Vielzahl von Möglichkeiten und Wegen. JIU-JITSU ist mit seinen Techniken  (Schock-, Hebel-, Wurf-, Würge und Waffentechniken) an der Realität orientiert und daher im Selbstverteidigungsfall voll einsetzbar. Rechtswidrige Angriffe werden durch ausweichendes Nachgeben –JIU – neutralisiert. Es wird nur so viel technische Kunstfertigkeit – JITSU - eingesetzt wie notwendig ist, um einen Angreifer unter Kontrolle zu bringen. Die Kontrolle ist situationsabhängig und kann im Schocken, Festhalten oder Abtransport des Angreifers bestehen. JIU-JITSU Techniken wirken ohne großen Kraftaufwand, daher ist JIU-JITSU auch das klassische Selbstverteidigungssystem für Frauen.  Es soll nicht Kraft gegen Kraft gewendetwerden, sondern so viel wie möglich von der Kraft des Angreifers sollte gegen ihn selbst gewendet werden.                                                             

Das JIU-JITSU Training ist mit seinen Techniken an der Realität orientiert und erfolgt im Selbstverteidigungsfall unter persönlicher Verantwortung und unter Bedachtnahme auf das nationale Notwehrrecht. Das Grundprinzip des JIU-JITSU lautet „Nachgeben, um zu siegen“. Dieses Grundprinzip entstammt einem derEntstehungsmythen des JIU-JITSU.

JIU-JITSU zählt zu den alten japanischen Kampfkünsten und gilt unter ihnen als eine der effektivsten, ältesten und „ehrwürdigsten”. Das Wesen des JIU-JITSU, findet sich in dem Grundsatz: „Wendigkeit kontrolliert Kraft“ (JU YOKU GO O SEISU). Dem entspricht die Verpflichtung auf einen Angriff notwehrgerecht zu reagieren und den Angreifer angemessen zu kontrollieren.

So merkwürdig es klingen mag, aber ein Deutscher, nämlich Hofrat Dr. Erwin Bälz, welcher als Dozent der Medizin an der Universität in Tokio und als Hofarzt der kaiserlichen Familie von 1876 bis 1902 beschäftigt war, sorgte für die Renaissance dieser Kampfsportart, indem er diese als Mittel gegen den schlechten körperlichen Zustand seiner Studenten einsetzte.                                                                           

Dr. Bälz selbst nahm bei einem der ältesten Meister, dem 70jährigen Totsuka Unterricht. Einige seiner Studenten, die ihn als europäischen Universitätsprofessor hoch verehrten, ahmten seinem Beispiel nach, doch der Großteil der Studenten wollte noch immer nichts mit JIU-JITSU zu tun haben. Einer der damaligen Schüler des Dr. Bälz war ein gewisser Jigoro Kano, welcher eine außergewöhnliche Begabung und großes Interesse zeigte. Zu diesem Zeitpunkt wusste man in Österreich, Deutschland und im restlichen Europa ganz wenig über JIU-JITSU. Die Geschichten die man darüber erzählte waren maßlos übertrieben. Erst 1901 konnte man auf einer Varietebühne in England die geheimnisumwitterten Technikendes JIU-JITSU sehen. Durch die damals schon starke Präsenz der Presse bekam auch Kaiser Wilhelm II davon zu lesen und seine Neugierde war geweckt.                       

1903 nach dem russisch-japanischen Krieg kamen zwei japanische Kreuzer zu einem Freundschaftsbesuch nach Kiel. Bei diesem Anlaß bekam Kaiser Wilhelm II erstmals eine Kampfkunst „live“ zu sehen.   Er war so sehr begeistert, dass er nach einem JIU-JITSU Meister fragte, der an einer Militärschule die Kadetten in dieser Kunst unterrichten konnte. Ihm wurde offiziell Agitaro Ono zugeteilt. Jedoch kamen auch privat einige Japaner (Higashi, Tani, Uynichi, Mayaki) nach Deutschland um die Kampfkünste JIU-JITSU, und Judo zu lehren. Erich Rahn, bedeutendster Schüler dieser Japaner, gründete 1906 die erste deutsche JIU-JITSU, Schule in Berlin, die heute noch existiert.                                                                                           

1922 folgten unter anderen die bekannten Altmeister Alfred Rhode in Frankfurt / Main, Otto Schmelzeisen in Wiesbaden und Alfred Hasemeier in Köln.                                                                             

Die Ausübung des JIU-JITSU wurde nach dem 2. Weltkrieg von den Besatzungsmächten verboten.

Am 8.12.1969 wurde die Sektion JU-JUTSU im deutschen Judobund gegründet.

Als Sachbearbeiter für JU-JUTSU übernahm Werner Heim den Vorsitz.                                                                                    

1970 kam Peter Nehls zur Sektion JU-JUTSU und wurde Bundestrainer und Vorsitzender der Bundessektion JU-JUTSU.                                                                                   

1971 übernahm Vlado Schmidt für mehr als 12 Jahre, die Funktion, Sachbearbeiter für Schulung und Technik, in Deutschland.                 

Die International Kobudo Federation (IKF) verwendet die schreibweise JUJUTSU


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